Isalo, 17 Tage
Madagaskar ist in Sachen Vielfalt und Erlebnisreichtum kaum zu übertreffen. Freche Lemuren in den Büschen, Filmkulissen im Isalo Nationalpark und türkisblaue Lagunen am Indischen Ozean sind nur einige der Schlagwörter.
1. Tag: Los geht’s
Mit gepackten Koffern und voller Vorfreude fliegen Sie nach Madagaskar.
2. Tag: Ankunft in Antananarivo
Nach der Landung in Antananarivo werden Sie herzlich von Ihrer Reiseleitung in Empfang genommen und zu Ihrem Hotel gebracht. Antananarivo, kurz »Tana« genannt, bedeutet übersetzt „Stadt der Tausend“. Der Name geht auf den Merina-König Andrianjaka zurück, der im 18. Jahrhundert eine Festung auf der höchsten Erhebung der Stadt errichtete und diese von einer tausend Mann starken Armee schützen ließ. Nachdem Sie eingecheckt und sich etwas erfrischt haben, treffen Sie Ihre Mitreisenden und Ihre Reiseleitung. Mit einem köstlichen Cocktail in der Hand genießen Sie den ersten madagassischen Sonnenuntergang und den herrlichen Ausblick über die Stadt. (A)
3. Tag: Das Peyrieras-Reservat und Maromizaha-Schutzgebiet
Frisch gestärkt machen Sie sich nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Andasibe. Unterwegs besuchen Sie das von einem Franzosen gegründete private Naturreservat Peyrieras. In diesem Reptilienpark werden von Brandrodung bedrohte Tiere wie Chamäleons, Frösche, Krokodile, Schlangen und Geckos geschützt. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Schmetterlinge und Insekten zu beobachten. Anschließend halten Sie beim Schutzgebiet Maromizaha, das von der Organisation GERP (Groupe d’Étude et de Recherche sur les Primates de Madagascar) unterhalten wird. Die Organisation setzt sich für den Schutz der madagassischen Biodiversität ein, insbesondere für die Erhaltung des Regenwaldes, der durch die umliegenden Dörfer bedroht wird. Heute leisten auch Sie einen Beitrag, indem Sie endemische Baumarten im Schutzgebiet pflanzen. Nach dieser besonderen Erfahrung setzen Sie Ihre Reise fort und erreichen Ihre Unterkunft in Andasibe. F,A)
4. Tag: Die Tiere Madagaskars im Andasibe-Nationalpark
Nach dem Frühstück erkunden Sie den Andasibe-Nationalpark, wo Sie Lemuren, darunter den berühmten Indri indri, die größte Lemurenart der Welt, entdecken können. Neben der artenreichen Flora, wie seltenen Orchideen, und zahlreichen Chamäleons und Fröschen schaffen mit Seerosen bewachsene Seen eine mystische Atmosphäre. Anschließend fahren Sie über die kurvenreiche Nationalstraße durch das zentrale Hochland hinunter in den tropischen Regenwald der Ostküste. In Brickaville steigen Sie in einen Geländewagen um, der Sie nach Manambato bringt, wo Sie ein Motorboot besteigen. Nach einer etwa zweistündigen Fahrt auf dem Pangalanes-Kanal erreichen Sie die abgelegene Region Ankanin’ny Nofy, auch »Traumnest« genannt – ein Name, der diesem idyllischen Ort alle Ehre macht. (F,A)
5. Tag: Ankanin’ny Nofy – Natur pur
Früh aufstehen lohnt sich heute, um einen zauberhaften Tag inmitten wunderschöner Natur zu erleben! Zu Fuß erkunden Sie ausgiebig das etwa 50 Hektar große private Palmarium-Naturreservat am Lac Ampitabe. Auf einer Wanderung durch den Palmenwald bestaunen Sie die Vielzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten. Im Naturreservat leben verschiedene Lemurenarten, darunter der schwarzweiße Vari, die mit der Zeit recht zutraulich geworden sind. Dadurch haben Sie gute Chancen, die Tiere aus der Nähe zu beobachten oder beeindruckende Fotos zu machen. Auch die Pflanzenwelt begeistert: Vanille, Rosenholz und Zimtbäume sind nur einige Beispiele. Am Nachmittag besuchen Sie mit einem Motorboot das charmante Fischerdorf Andranokoditra. Zurück in der Lodge bleibt Ihnen noch etwas Zeit, die schöne Umgebung zu genießen und den erlebnisreichen Tag Revue passieren zu lassen. Doch das Highlight des Tages wartet noch: Am Abend besteigen Sie ein Boot für einen Nachtausflug, bei dem Sie sich auf die Spuren des seltenen Aye-Aye, auch Fingertier genannt, begeben. Mit etwas Glück können Sie diesen nachtaktiven Allesfresser auf Nahrungssuche beobachten – ein unvergessliches Erlebnis! (F,A)
6. Tag: Von der Ostküste zurück nach Tana
Am frühen Morgen fahren Sie etwa ein bis zwei Stunden mit dem Motorboot auf dem Pangalanes-Kanal zurück nach Manambato. Dort steigen Sie für ein kurzes Stück in einen Geländewagen um und wechseln anschließend in den Tourbus, um Ihre Reise nach Tana fortzusetzen. (F,A)
7. Tag. Das Leben der Madagassen
Heute bringen wir Ihnen die madagassische Kultur näher. Nach dem Frühstück brechen Sie in Richtung Süden auf. Dabei durchqueren Sie fruchtbares Bergland und saftige Reisfelder, sehen weites Ackerland sowie die charakteristische rote Erde. Im zentralen Bergland Madagaskars leben die Merina, die größte ethnische Gruppe der Insel. Ihre Vorfahren, die Malaien, wanderten vom Malaiischen Archipel ein, weshalb die indonesischen Merkmale der Merina noch heute erkennbar sind. Gegen Mittag erreichen Sie Antsirabe, die Hauptstadt der Vakinankaratra-Region, die für ihre typische Vulkanlandschaft und heißen Quellen bekannt ist. Mit einer Rikscha, dem gebräuchlichsten Fortbewegungsmittel der Stadt, unternehmen Sie eine Besichtigungstour. Erkunden Sie die schöne Innenstadt Antsirabes, die aufgrund der kühlen Bergluft und der Thermalquellen den Beinamen „Vichy Madagaskars“ trägt. Bewundern Sie die Kunstwerke und das Kunsthandwerk in den kleinen Werkstätten, für die Antsirabe berühmt ist. Zum Abschluss führt Sie Ihre Fahrt vorbei am ehemaligen Bahnhof bis zum berühmten Kolonialhotel Hotel des Thermes. (F,A)
8. Tag: Einmalige Einblicke in die Kultur
Früh am Morgen verlassen Sie Antsirabe und fahren ins Dorf Manandona. Nach einer etwa zweistündigen Wanderung erreichen Sie das Dorf Ambohitrimanjato, wo Sie die örtliche Grundschule besuchen und einen Einblick in den Schulalltag der Kinder erhalten. In der Schule werden Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren unterrichtet. Anschließend zaubern die Familien des Dorfes im Bakobako Guesthouse ein leckeres Mittagessen aus besten lokalen Zutaten für Sie. Gestärkt setzen Sie Ihre Reise nach Ambositra fort, dem Tor zum Betsileo-Land. Die Betsileo, die drittgrößte Bevölkerungsgruppe Madagaskars, sind bekannt für ihren meisterhaften Reisanbau auf Terrassen mit ausgeklügelten Bewässerungssystemen. Die kleine Stadt Ambositra, was übersetzt „wo es viele Rinder gibt“ bedeutet, ist ein bedeutendes Zentrum für Madagaskars Kunsthandwerk und gilt als Hauptstadt der typischen madagassischen Möbel und Schnitzereien. Sie können dies hautnah erleben, wenn Sie ein traditionelles Holzhandwerksgeschäft besuchen und bei einem gemütlichen Rundgang die Stadt entdecken. (F,M,A)
9. Tag: Entspannung in den Thermalquellen
Wie bereits angekündigt, wird heute Ihre Wadenmuskulatur gefordert. Im 40.000 Hektar großen Ranomafana-Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, begeben Sie sich auf eine spannende Entdeckungsreise. Zahlreiche Lemurenarten, über hundert endemische Vogelarten, Reptilien und Amphibien sowie eine beeindruckende Vielfalt an einzigartigen Pflanzen warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Am Nachmittag fahren Sie nach Fianarantsoa, die Hauptstadt des Betsileo-Landes. Die Stadt vereint eine malerische Altstadt mit wunderschöner traditioneller Architektur und eine moderne Neustadt, die als Handelsbezirk dient. Genießen Sie eine Erkundungstour durch die »kleine Schwester von Tana« und bewundern Sie die beeindruckenden Werke von Pierrot Men, Madagaskars wohl bekanntestem Fotografen, bei einem Besuch in seinem Fotoatelier. (F,A)
10. Tag: Endemische Tierarten und die »kleine Schwester von Tana«
Wie bereits angekündigt, ist heute wieder deine Wadenmuskulatur gefragt. Im 40.000 Hektar großen Ranomafana-Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, gehst du heute auf Entdeckungsreise. Etliche Lemurenarten, über hundert endemische Vogelarten, Reptilien und Amphibien und zahlreiche einzigartige Pflanzen erwarten dich. Am Nachmittag fährst du nach Fianarantsoa, in die Hauptstadt des Betsileo-Landes. Die Stadt umfasst sowohl eine Altstadt mit wunderschöner traditioneller Architektur, als auch eine Neustadt, den Handelsbezirk. Genieße die Erkundungstour durch die »kleine Schwester von Tana« und bewundere die Werke von Pierrot Men, dem wahrscheinlich bekanntesten Fotografen Madagaskars bei einem Besuch in seinem Fotoatelier. (F,A)
11. Tag: Auf dem Weg zum Isalo-Nationalpark
Am Morgen erhalten Sie spannende Einblicke in die Herstellung von Wildseide und können in einer Manufaktur in Ambalavao beobachten, wie das Antemoro-Papier gefertigt wird. Dieses für Madagaskar typische Papier wird aus der Rinde des Havoha-Baumes hergestellt, mit getrockneten Blüten verziert und vor allem für Lampenschirme, Wanddekorationen und Glückwunschkarten verwendet. Anschließend fahren Sie weiter zum kleinen, von Dorfbewohnerinnen und -bewohnern geführten Anjà-Naturreservat. Dort haben Sie die Gelegenheit, zahlreiche endemische Tierarten, darunter Kattas, Chamäleons und Schlangen, zu entdecken. Während der weiteren Fahrt durch das Betsileo-Land wandelt sich die Landschaft merklich in eine Savannenlandschaft, geprägt von Granitfelsen, weitläufigen Wiesen und Savannen. Auf der Hochebene können Sie große Zebuherden beobachten, die von nomadischen Hirten der Volksgruppe der Bara gehalten werden. Diese besondere Rinderrasse gilt als Symbol für Wohlstand und Stolz. Am späten Nachmittag erreichen Sie Ranohira am Isalo-Nationalpark. (F,A)
12. Tag: Isalo-Nationalpark
Der Isalo-Nationalpark erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche von 81.540 Hektar. Seine ungewöhnliche Gestalt verdankt das Gebirge dem weichen Sandstein, aus dem es geformt wurde. Die Wandermöglichkeiten durch bizarre Landschaften, fantastische Felsformationen, grüne Oasen sowie zu klaren Bächen und Naturpools sind nahezu unerschöpflich. Sie unternehmen eine halbtägige Wanderung mit einer lokalen Reiseleitung und lassen sich von der artenreichen Flora und Fauna begeistern. Neben der atemberaubenden Natur können Ihnen hier und da auch Kattas oder Larvensifakas begegnen. Am Abend sollten Sie den Sonnenuntergang nicht verpassen, der die Felsen in wunderschöne Rot- und Orangetöne taucht. (F,M,A)
13. Tag: Affenbrotbäume und Saphirrausch auf dem Weg nach Ifaty
Auf dem Weg in Richtung Tuléar entdecken Sie Satrana-Palmen und die ersten Baobabbäume, auch Affenbrotbäume genannt. Von diesen Bäumen gibt es weltweit nur eine Gattung mit insgesamt acht Arten, von denen eine in Ostafrika, eine in Australien und sechs endemisch auf Madagaskar vorkommen. Sie befinden sich nun im Land der Antandroy und der Mahafaly, zwei der wichtigsten ethnischen Gruppen Madagaskars. Unterwegs passieren Sie die Stadt Ilakaka, die seit 1998 durch den Saphirabbau in den Fokus gerückt ist. Aus einem kleinen Dorf wurde eine „Wildweststadt“ mit über 100.000 Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit der Saphirsuche verdienen. Diese Region gilt unter Experten als eines der ergiebigsten Edelsteinfundgebiete weltweit. Besonders in den umliegenden Dörfern fallen die zahlreichen Steinhändler auf. In Tuléar, der bedeutendsten Hafenstadt im Süden, durchqueren Sie ein lebhaftes Handelszentrum. Der Name der Stadt, „wo man gut ankern kann“, ist durch ihre Funktion als Hafen treffend gewählt. Das Stadtbild, geprägt von französischer Kolonialarchitektur, beeindruckt mit großen Villen und breiten Alleen. Schließlich ist es so weit: Der Ozean liegt vor Ihnen und erwartet Sie! (F,A)
14. Tag: Spektakulärer Strand und Reniala-Reservat
In der sogenannten „Straße von Mosambik“ eignen sich die Morgen- und Vormittagsstunden am besten für Wassersportaktivitäten. Ob Schnorcheln, Tauchen, Schwimmen oder einfach nur im Puderzucker-Sand entspannen – Sie entscheiden, wonach Ihnen der Sinn steht. Am Nachmittag besuchen Sie das Reniala-Naturreservat, dessen Name auf Südmadagassisch „Baobab“ bedeutet. Hier bewundern Sie die majestätischen Baobabbäume, insbesondere die für diese Region typische Adansonia rubrostipa. Darüber hinaus entdecken Sie eine vielfältige Pflanzenwelt mit zahlreichen endemischen Heilpflanzen. Am späten Nachmittag kehren Sie in Ihre Unterkunft zurück. (F,A)
15. Tag: Zurück nach Tana
Heute heißt es früh aufstehen und Abschied nehmen vom Traumstrand in Ifaty, denn der Flieger, der dich zurück nach Antananarivo bringt, hebt pünktlich zum Sonnenaufgang ab. Zurück in Tana hast du am Nachmittag die Möglichkeit, über den berühmten Kunsthandwerksmarkt zu schlendern. Über einen Kilometer lang reihen sich die Verkaufsstände und von Holzschnitzereien bis zu Spielzeug, das aus alten Blechdosen gebastelt wurde, bekommt man hier alles, was das Herz begehrt. Übrigens: Feilschen ist ausdrücklich erwünscht. (F,A)
16. Tag: Tschüss, ihr Lemuren!
Sie werden zum Flughafen von Antananarivo gebracht und treten Ihre Heimreise an. (F)
17. Tag: Ankunft in der Schweiz
Am Morgen landen Sie in der Schweiz und treten Ihre weitere Heimreise an. Im Gepäck sind viele schöne Erinnerungen an eine abenteuerliche Reise.
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Inbegriffen
Flug ab/bis Schweiz
Inlandsflug mit Air Madagascar von Tuléar nach Antananarivo
Reiseminibus mit Klimaanlage
14 Übernachtungen in Hotels und Lodges
Täglich Frühstück, 2 x Mittagessen, 14 x Abendessen
1 Rikschafahrt in Antsirabe
Motorbootfahrt auf dem Pangalanes-Kanal
Begegnungen in der Gemeinde von Manandona und in einer Grundschule inklusive lokalem Mittagessen im Bakobako
Bäume pflanzen im Maromizaha-Schutzgebiet
Nationalparkgebühren und Eintrittsgelder
177 m² Regenwald auf deinen Namen
Deutsch sprechende einheimische Reiseleitung
Gruppengrösse
Max. 12 Personen
Reisedaten
Diese Reise findet an fixen Daten statt, die Ihnen unsere Afrika Spezialisten gerne auf Anfrage bekannt geben.
Preis
17 Tage/16 Nächte im DZ ab CHF 5'599.- pro Person, Kleingruppenreise
Der ausgewiesene Preis kann aufgrund von Verfügbarkeit und Saisonalität stark variieren.